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Kollegenhilfe, Kooperationen und Networking

fdi–Informationen in: Deutscher Drucker vom 16.9.2004

Trotz schönstem Sommer-Biergarten-Wetter fanden über 20 Kolleginnen und Kollegen das Thema so interessant, dass ein fast dreistündiger Abend noch zu kurz war, das bis jetzt in der Druckindustrie so geschmähte und doch in der Zukunft so immens wichtige Thema zu umreißen und anzudiskutieren.

Der Referent, Dr. Rüdiger Schmidt, leitete den Abend mit einem kurzen aber sehr fundierten Überblick zur Struktur der Druckindustrie sowie der sich, speziell durch die Drupa, abzeichnenden aktuellen Trends, ein. Anschließend ging Dr. Schmidt zunächst auf die Begriffsdefinition "Kooperation", die spezifischen Vor- und Nachteile einer Kooperation, sowie deren verschiedene Arten, ein.

An Beispielen aus anderen Branchen, aber auch anhand eigener Erfahrungen, zeigte Dr. Schmidt auf, wie man mit Unternehmenskooperationen erfolgreich wer- den kann. Gerade die Beispiele aus anderen Branchen machten bereits so manchen betroffen und regten zu einem spontanen Austausch an.

Sehr viel Diskussionsstoff, sowohl während des Vortrages als auch anschließend, gaben die vielen aufgeführten Möglichkeiten einer Kooperation oder zumindest eines Netzwerkes auch innerhalb der Druckindustrie.

Unter diesen Anregungen waren Vorschläge: • Für die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen • Innerhalb des Personals, durch Bündelung administrativer Tätigkeiten durch Knowledge-Transfer und Recruiting, aber auch in der Organisation • Die bis zu Kooperationen innerhalb des Bereiches Marketing reichten, wobei auf Verknüpfungen von Vertriebs-Aktivitäten, -Materialien und -Kompetenzen eingegangen wurde • Selbst vor dem Bereich der Produktion machten die Überlegungen nicht Halt.

Zu allen angesprochenen möglichen Kooperationsbereichen gab Dr. Schmidt auch Umsetzungsbeispiele, so dass nie von trockener Theorie gesprochen und der "Erfindergeist" der Zuhörer/Mitdenker angeregt wurde. Es wurde auch nicht verschwiegen, dass jede Kooperation Spielregeln unterworfen werden muss. Dies sowohl im Sinne, wer, wann zu wem passt, als auch, welche Voraussetzungen die Partner mitbringen müssen.

Schlussendlich ging Dr. Schmidt noch auf den Begriff des Networking ein und brachte Beispiele für formelles und informelles Networking.

Ein Abend, der bestimmt an den Teilnehmern nicht spurlos vorübergehen wird. Hat doch die anschließende Diskussion sowohl im Auditorium als auch in den sich anschließend bildenden Gruppen gezeigt, dass es zu diesem Thema noch viel Nachholbedarf innerhalb der Druckindustrie gibt. Dass man andererseits doch langsam aber sicher auch bei uns zu der Überzeugung kommt, dass man zukünftig ohne diese Überlegungen zumindest als "kleiner" bis "mittelgroßer" Drucker, in Schwierigkeiten geraten wird.

Zwei Erkenntnisse haben sich bereits an diesem Abend herauskristallisiert:
1. Der Satz der Einladung hat seine volle Berechtigung. Wer immer noch jammert und nicht Überlegungen zum Handeln anstellt, dem wird irgendwann der alte Leisten nicht mehr passen, und 2. Dieses Thema bedarf einer Fortsetzung. Vielleicht sogar in einer Vortragsserie oder in Form eines Seminares. hsk