Digitale BebilderungDas Druckbild wird direkt aus digitalen Daten erzeugt – also aus Seiten, Text und Bildern, die mit Desktop-Publishing-Programmen erzeugt wurden. Im Gegensatz zum konventionellen Druck gibt es keine Prepress-Prozesse (Druckvorstufe) zwischen der digitalen Datei des Dokuments und dem endgültigen Druck: keinen Film, keine Druckplatte, keine Fotochemie. Das Verfahren ist von der Datenerstellung bis zum Druck vollständig digital. Und daher kann jedes Bild neu sein, so dass die Informationen für die einzelnen Exemplare in jedem gewünschten Umfang variiert werden können. | | | "Digitaler Offsetdruck""Offset" bedeutet, dass ein zwischengeschalteter Zylinder das Farbbild vom Plattenzylinder auf den endgültigen Bedruckstoff überträgt. Dies hat zwei Vorteile: Zum einen wird die Oberfläche der Druckplatte vor übermäßiger Beanspruchung durch die Reibung mit dem Bedruckstoff geschützt. Zweitens werden durch das flexible Gummituch Unebenheiten der Bedruckstoffoberfläche ausgeglichen, sodass die durch die Papierfasern natürlichen Vertiefungen bis auf den Grund mit Farbe gefüllt werden. Der Offsetzylinder dient also als Stoßdämpfer und Druckstempel und stellt einen gleichförmigen Druck vom Gummituch auf den Bedruckstoff und somit eine gleichmäßige Farbübertragung sicher. Offsetdrucksysteme können daher auf einer großen Vielfalt von Oberflächen und Materialstärken drucken.
| | : PRINZIP DER FARBÜBERTRAGUNG : In den Digitaldrucksystemen von hp indigo werden alle Farben in einem Druckwerk erzeugt. Auf dem Plattenzylinder (PIP) wird mittels Ladung durch Coronadrähte und partieller Entladung durch Laserbelichtung ein latentes Bild erzeugt. Über Berührung der PIP mit einem der Farbwerke (BIDs) wird an den geladenen Stellen der elektrisch positionierbare Flüssigtoner aufgetragen. Das Gummituch (Blanket) ist positiv geladen und stark erhitzt. Durch Berührung der PIP mit dem Blanket werden die Tonerpartikel auf dieses übertragen und verschmelzen dort zu einem dünnen Film. Bei der Berührung des heißen Blankets mit dem kühlen Substrat erkaltet der Toner und haftet auf dem Papier. Bei den Bogenmaschinen hp indigo press 3000 und Indigo Ultrastream 2000 wird jede Farbe separat auf das Papier übertragen. Bei dem Rollensystem hp indigo press w3200 werden alle Farben auf der PIP gesammelt und dann in einem Durchgang ("One Shot") auf Blanket und Papier übertragen. | | 
| : FLÜSSIGTONER VS. TROCKENTONER : Xerografische Systeme, die mit Trockentoner arbeiten, können nicht die Glanzeigenschaften der Bedruckstoffoberfläche abbilden. Sie erzeugen einen „Glanzkontrast“, der als schlechte Druckqualität wahrgenommen wird. Die Druckfarbe hp ElectroInk enthält in einer Flüssigkeit gelöste elektrisch geladene Farbpigmente. Wie andere Digitaldrucktechnologien ermöglicht das Flüssigtoner-Verfahren den Druck durch elektrisches Positionieren der Farbpartikel. Bei der Trockentoner-Xerografie kann die Größe der Partikel nicht beliebig herabgesetzt werden, da diese sich ansonsten in der Luft wie Staub verteilen und nicht mehr kontrollierbar sind. Daher gilt: Je höher die Druckgeschwindigkeit, desto größer müssen die Tonerpartikel sein. Da hp ElectroInk aus elektrisch geladenen Teilchen besteht, die in Flüssigkeit aufgelöst sind, erlaubt es auch die Verwendung kleinster Pigmentteilchen. Die geringe Größe der Partikel ermöglicht eine höhere Auflösung, brillanteren Druck, scharfe Bildränder und durch sehr dünne Farbschichten eine dem konventionellen Offsetdruck vergleichbare Wiedergabe. Dies ist Voraussetzung dafür, dass im Offset- und Digitaldruck produzierte Bogen eines Objekts problemlos miteinander kombinierbar sind (Hybrid-produktion). Bei Klimatests hat sich gezeigt, dass das Druckgut im Gegensatz zu auf Trockentoner-Systemen gedruckten Produkten nicht verblockt und damit die Seiten nicht verkleben. Das Risiko einer Produkthaftung aufgrund eines entsprechenden Mangels wird somit erheblich reduziert. Zertifikate des Fraunhofer Instituts und der Firma hp indigo zur Unbedenklichkeit, Hitzebeständigkeit und der Haftbeständigkeit des Flüssigtoners erhalten Sie von uns auf Anfrage. | |  | THERMOOFFSET-PRINZIP Beim Thermooffset-Prinzip des hp indigo-Systems wird ein beheizbares Drucktuch verwendet, das die Pigmente schmelzen lässt und in einen dünnflüssigen Kunststofffilm umwandelt. Bei Berührung des Flüssigtoners mit dem kühleren Bedruckstoff wird der Toner auf diesen übertragen, haftet dort und verfestigt sich sofort. Der Vorteil: Sobald der Druck die Maschine verlässt, ist er trocken, so dass eine Farbübertragung auf andere Exemplare (Abziehen) ausgeschlossen ist. Die Weiterverarbeitung (Finishing) kann unmittelbar beginnen. | | |
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